Junger Chor gastiert im Schwarzwald

Mit zwei Konzerten unter dem Motto „Singet dem Herrn ein neues Lied“ gastiert der Junge Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland am Palmsonntagswochenende im Schwarzwald.

Die 45 jungen Sängerinnen und Sänger des Jungen Chores gestalten unter der Leitung von Frank Ellinger ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm aus mehreren Jahrhunderten.

„Singet dem Herrn ein neues Lied“: Ein Satz, der sich gleich mehrfach in der Heiligen Schrift findet – von den Psalmen und Propheten des Alten Testaments bis zur Offenbarung des Johannes. Der Junge Chor setzt dieses freudige Motiv in seinem Frühjahrsprogramm anspruchsvoll und vielseitig in Szene. Die Konzertbesucher hören alte und „neue“ Lieder vom Frühbarock bis zur Moderne, unter anderem von Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Knut Nystedt.

Das Programm wird durch Soli der Violinistin Annika Schmidt ergänzt.

Leitung: Frank Ellinger
Violine: Annika Schmidt

Samstag, 19. März 2016, 19:00 Uhr
Münsterkirche Klosterreichenbach
Murgtalstraße 162 · Baiersbronn

Palmsonntag, 20. März 2016, 17:00 Uhr
Neuapostolische Kirche Villingen-Schwenningen
Schopfelenstraße 37 · Schwenningen

Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.

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„Prima fürs Klima“ – Nachhaltigkeitsmagazin porträtiert den Jungen Chor

nemo5_Magazin_web„Er ist bestens benotet und auch ziemlich umweltbewusst: die Rede ist von einem ambitionierten Chor, dessen Mitglieder sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben und mit dem Rad, in Fahrgemeinschaften oder mit Bus und Bahn zur Probe kommen.“

So beginnt auf Seite 22 der aktuellen Ausgabe des Magazins „nemo – Neue Mobilität in der Region Stuttgart“ die Reportage über den Jungen Chor.

Für die Reportage hatten ein Fotograf und ein Redakteur den Chor bei seinen Proben in Ulm und Stuttgart besucht. Das Ergebnis ist hier zu finden: nemo Ausgabe 5

Junger Chor gastierte in der Internationalen Bachakademie

Mit einem Konzert im Rahmen der stuttgartnacht am 17. Oktober 2015 haben der Junge Chor und die Internationale Bachakademie Stuttgart ihre im Februar 2015 begonnene Kooperation weitergeführt.

Der Junge Chor brachte im Konzertsaal der Bachakademie am Johann-Sebastian-Bach-Platz im Stuttgarter Westen sein Herbstprogramm „Verleih uns Frieden“ zu Gehör.

Für 2016 hat der Junge Chor zwei Projekte geplant: Im Frühjahr wird der Chor in Freudenstadt und Villingen-Schwenningen mit verschiedene Vertonungen des Psalms „Singet dem Herrn ein neues Leid“ auftreten. Im Herbst kooperiert der Junge Chor nach der gemeinsamen Matthäus-Passion im März diesen Jahres erneut mit dem Kammerorchester Stuttgart der Neuapostolischen Kirche: In jeweils einem Konzert in der Evangelischen Stadtkirche Bad Wimpfen und der Neuapostolischen Kirche Stuttgart-Süd soll Mendelssohns Oratorium „Elias“ aufgeführt werden.

Zum Bericht der Bachakademie über die stuttgartnacht

„Verleih uns Frieden“: Junger Chor gastierte in Nagold und Tübingen

„Verleih uns Frieden“ – Das Leitmotiv, unter welches der Junge Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland seine Herbstkonzerte am 10. und 11. Oktober 2015 in Nagold und Tübingen gestellt hatte, zieht sich seit Luthers Übersetzung des mittelalterlichen lateinischen Wechselgesangs „Da pacem domine“ durch die Jahrhunderte der Musikgeschichte. Dass das Thema an Aktualität nichts eingebüßt hat, zeigt der tägliche Blick in die Nachrichten: 424 kriegerische Auseinandersetzungen weltweit listet der Heidelberger Konfliktbarometer für das Jahr 2014 – viele Gründe, um sich als junger christlicher Chor mit der musikalischen Verarbeitung der Thematik zu befassen.

Unter dem Eindruck von Kriegen und Konflikten wurde „Verleih uns Frieden“ immer wieder von Komponisten vertont. So auch von Heinrich Schütz, der den Lutherschen Friedenswunsch 1648 – am Ende des Dreißigjährigen Krieges – in seine Sammlung „Geistliche Chormusik“ aufnahm. Felix Mendelssohn Bartholdy widmete sich Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner Choralkantante dem Thema und Hugo Distlers Bearbeitung entstand in den 1930er Jahren. Luthers Übersetzung besagt weiter: „Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.“ Und so fügte sich auch Gottfried August Homilius’ „Domine ad adjuvandum me“ mit seinem Ruf nach Gottes Hilfe ins Bild. Mit Bachs Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ rückte das Gotteslob in den Fokus.

Zu hören waren außerdem Johannes Brahms’ „Fest- und Gedenksprüche“, in welchen der Frieden ebenfalls besungen wird, sowie „Ach arme Welt, du trügest mich“ aus seinen „Drei Motetten“. Solistisch überzeugte Andreas Natterer, Bass, mit „O, mein Gott, du meine Hoffnung“, einer Vertonung des 16. Psalms von Benedetto Marcello. Die 21-jährige Geigerin Annika Schmidt brillierte mit Johann Sebastian Bachs Sonate für Violine solo sowie – begleitet vom Pianisten Alexander Altmeyer – mit der Sonate für Klavier und Violine G-Dur op. 78 von Johannes Brahms.

Ausdrucksstark und mitreißend musizierten die rund 50 Musikerinnen und Musiker und beeindruckten das zahlreich erschienene Publikum. „Schon nach den allerersten Tönen dachte ich: Der Junge Chor schafft es wirklich, sich von Projekt zu Projekt hörbar fortzuentwickeln“, so ein Besucher nach dem Konzert in Tübingen, das den vorläufigen Abschluss des Herbstprojektes des Chores bildete.

Am Samstag, 17. Oktober, ist der Chor noch einmal mit „Verleih uns Frieden“ zu hören. Das Konzert findet während der „stuttgartnacht“ um 20:15 Uhr auf Einladung der Internationalen Bachakademie Stuttgart in deren Räumlichkeiten am Johann-Sebastian-Bach-Platz in Stuttgart statt. Informationen zum Kartenvorverkauf sind auf www.bachakademie.de zu finden.

„Verleih uns Frieden“: Junger Chor in Nagold, Tübingen und Stuttgart

2015_2_Plakat_webDass man den Text auf dem Plakat kaum lesen kann, hat einen traurigen Grund: 424 Konflikte wurden 2014 weltweit gezählt. 424 Konflikte, die für Milliarden Menschen stehen, die im Leid gefangen sind. Machtlos und hoffnungsvoll steigt der Ruf nach Frieden zu Gott empor. Es ist das Gebet dieser Menschen und es sind die Fürbitten vieler getroffener Mitmenschen.

Doch über allem Frieden unter Völkern, gesellschaftlichen Klassen und Religionen steht der Friede zwischen Gott und der Menschheit. Er ist Bedingung für jede andere Form des Friedens. Gott schenkt seinen Frieden allen Menschen: in Jesus Christus.

Der Junge Chor führt die jahrhundertealte Bitte „Verleih uns Frieden“ in Vertonungen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Heinrich Schütz und Hugo Distler auf. Tröstende Antwort findet sich in den Fest- und Gedenksprüchen von Johannes Brahms: „Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden. (…) Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.“ (Psalm 22,6 und 29,11)

Leitung: Frank Ellinger

Konzerttermine:

Samstag, 10. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Neuapostolische Kirche Nagold, Lindachstraße 5

Sonntag, 11. Oktober 2015, 17:00 Uhr
Neuapostolische Kirche Tübingen, Brunsstraße 24

Der Eintritt ist frei.

Zusätzlich zu den beiden Konzerten in Nagold in Tübingen tritt der Junge Chor im Rahmen der stuttgartnacht am 17. Oktober 2015 um 20:15 Uhr bei der Internationalen Bachakademie in Stuttgart auf.

Erst Stille, dann minutenlanger Applaus: Matthäus-Passion in Reutlingen und Stuttgart aufgeführt

sued-1MatthPassion_JCh_039Das Publikum war zahlreich erschienen, als am Palmsonntag-Wochenende 2015 der Junge Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland und Instrumentalisten des Kammerorchester Stuttgart der Neuapostolischen Kirche in Reutlingen und Stuttgart Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion aufführten. Nachdem sich der Junge Chor unter der Leitung des Dirigenten Frank Ellinger seit dem Europäischen Jugendtag 2009 und nach seinen mittlerweile knapp 20 Konzerten in ganz Süddeutschland großer Beliebtheit bei Mitwirkenden und Publikum erfreut, sollte nun der bisherige musikalische Höhepunkt erfolgen: Zum ersten Mal in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche sollte Bachs Matthäus-Passion zur Aufführung kommen.

Bachs Meisterwerk befasst sich mit dem Leidensweg Jesu nach den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums. Neben der unmittelbaren Vertonung des Bibeltextes, der durch Rezitative und bis zu achtstimmige Choreinwürfe mit Leben erfüllt wird, beschäftigen sich zahlreiche Arien und Choräle auf einer betrachtenden Ebene mit dem Passionsgeschehen. Über eine Aufführungsdauer von etwa drei Stunden werden zwei Chöre, zwei Orchester und zahlreiche Solisten benötigt. Kein Wunder also, dass die Konzentration der über 70 Sängerinnen und Sänger des Jungen Chores, der rund 25 Instrumentalisten des Stuttgarter Kammerorchesters und der sieben Solisten – die Partien des erkrankten Bassisten Jens Paulus hatte Christoph Schweizer zusätzlich übernommen – bereits vor dem Konzert spürbar hoch war.

Als sich Chor und Orchester im Kirchenraum positioniert hatten und der Dirigent seine Arme zum Auftakt hob, erfüllte erwartungsvolle Spannung den Raum. Mehr als insgesamt 50 Stunden Probenarbeit steckten hinter der Aufführung. Und das war zu hören! Die Musik, geschrieben für den gläubigen Hörer, dargeboten von jungen Menschen, denen die Freude an der Musik und am Glauben anzusehen war, entführte das Publikum in das Geschehen der damaligen Zeit.

Auch die sieben Solisten begeisterten mit eindrucksvollen Rezitativen, Arien und Duetten. Roger Gehrig bewies als Evangelist erzählerisches und sängerisches Können, Ralf Ellinger überzeugte in der Rolle des Jesus. In den faszinierenden Alt-Partien der Passion zeigten Julia Selina Blank und Fabienne Schwarz-Loy auf meisterhafte Weise die vielen Facetten Bachscher Kompositionskunst. Herausragend war Georg Kalmbachs Zusammenspiel mit den Einwürfen des Chores in den Tenor-Arien während Alies Mack, Sopran, ihre Partien kurzweilig und spannend gestaltete. Christoph Schweizer überzeugte in seinen vielfältigen Rollen und beeindruckte auch in den drei Bass-Arien durch seine große stimmliche Brillanz.

Insgesamt drei Probenwochenenden gingen den mitreißenden Konzerten voraus. An diesen trafen sich die zwischen 17 und 35 Jahre alten Sängerinnen und Sänger aus ganz Baden-Württemberg und Bayern und zuletzt auch das Kammerorchester Stuttgart zum gemeinsamen Proben. „Die Proben sind sehr intensiv. Durch die tolle Atmosphäre, die Gemeinschaft untereinander und das hohe musikalische Niveau fällt das aber kaum auf“, erläutert eine der Sängerinnen. Die Musiker beschäftigten sich dort aber nicht nur mit den Noten: Ein ganzer Abend wurde mit einer Werkeinführung verbracht, bei der tiefe Einblicke in die Komposition und ihrer theologischen Komponente gegeben wurde.

Nach dem der eindrucksvolle Schlusschor „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ verklungen war, erfüllte nach einigen Momenten der Stille lang anhaltender Applaus die Kirche. Auch Dirigent Frank Ellinger ist nach den immerhin fast drei Stunden dauernden Konzerten sichtlich zufrieden mit den Aufführungen und mit seinem Chor: „Es ist ein tolles Gefühl, ein solches Werk mit so vielen jungen Menschen zu musizieren. Man spürt, dass sowohl die Musik, als auch der Glaube an das, was besungen wird, bei ihnen Mitgefühl und Begeisterung auslöst.“

Zum Programmheft

Kurz notiert: Ein Probentag in einer Minute

Auf Facebook ist der Film ein echter Publikumserfolg: Schon über 4000 Mal wurde der Zeitraffer-Film, der unseren über zehn Stunden langen Probentag in einer Minute zeigt, angeklickt.

Und am Samstag, 28. März, geht es endlich los: Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion um 18:00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche Reutlingen-West. Die zweite Aufführung ist an Palmsonntag, 29. März, um 17:00 Uhr in der Neuapostolischen Kirche Stuttgart-Süd.