Junger Chor mit Adventskonzerten in Bayern

Mit zwei Konzerten in Bayern ist der Junge Chor in diesem Jahr in den Advent gestartet.

Auf dem Programm standen rund um das Thema „Es ist ein Ros entsprungen“ mehrere Vertonungen des Titelstücks – Praetorius, Vulpius, Sandström, Distler, Berg –, die vier Weihnachtsmotetten „Quatre motets pour le temps de Noël“ von Francis Poulenc, drei Weihnachtslieder von Peter Cornelius in einer Bearbeitung von Clytus Gottwald und Brahms’ „O Heiland, reiß die Himmel auf“.

Als Instrumentalsolisten aus dem Chor bereicherten Markus Herr, Orgel, und Helene Sattler, Flöte, mit Melanie Herzog, Cello, das Programm. Die Leitung der beiden Konzerte hatte Frank Ellinger.

Nach Bayern stehen am im März 2018 Konzerte in Eberbach und Mannheim auf dem Plan des Jungen Chores, dann mit einem Passionsprogramm zum Palmsonntag.

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„Es ist ein Ros entsprungen“ – Junger Chor in München und Ingolstadt

Ein altes Lied ist es, was der Junge Chor zum Thema seiner Adventskonzerte macht: Bekannt wurde das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen“ durch Michael Praetorius’ Anfang des 17. Jahrhunderts entstandenen vierstimmigen Chorsatz, den der Junge Chor gleich zu Beginn des Konzertes erklingen lässt. Viele weitere Komponisten aus allen Epochen haben sich der Verse, die sich auf eine Bibelstelle des Propheten Jesaja beziehen, angenommen. Alban Berg komponiert einen intensiven, spätromantischen Chorsatz, Hugo Distler verleiht dem Lied einen kammermusikalischen Ausdruck, während Jan Sandström Praetorius’ Original nimmt und mit einem achtstimmigen Summchor unterlegt. Einen Kontrapunkt zu den Vertonungen des bekannten Weihnachtsliedes setzt der Junge Chor mit Francis Poulencs 1951/52 komponierten Motetten „Quatre motets pour le temps de Noël“, die mit raffinierter Harmonik, klarer Melodik und Rhythmik überzeugen. Knapp hundert Jahre früher entstanden Peter Cornelius’ „Drei Weihnachtslieder: 1. Die Hirten, 2. Die Könige, 3. Simeon“. Der Junge Chor singt die romantischen Lieder nach Texten des Komponisten in einer Bearbeitung des Ditzinger Komponisten Clytus Gottwald.

Leitung: Frank Ellinger

Der Eintritt ist frei.

Samstag, 2. Dezember 2017, 19 Uhr
Neuapostolische Kirche München-Laim

Sonntag, 3. Dezember 2017, 17 Uhr
Neuapostolische Kirche Ingolstadt-Nord

„Vollendet ist das große Werk“ in Ulm und Stuttgart

Mit einem fulminanten Schlusschor endete am Sonntag, 30. Juli, bei hochsommerlichen Temperaturen in der Neuapostolischen Kirche Stuttgart-Süd ein besonderes Projekt des Jungen Chores: Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ hatte die beiden Schwester-Ensembles mit den langen Namen – Junger Chor der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland und Junge Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland – zusammengeführt.

Das Resultat der ersten Zusammenarbeit seit der Gründung der beiden Ensembles konnte sich sehen und hören lassen: Rund 110 Akteure standen bei den beiden Konzerten in Ulm und Stuttgart vor dem zahlreich erschienenen Publikum auf der Bühne und musizierten unter der Leitung von Daniel Joos (Samstag) und Melanie Zimmer (Sonntag) Haydns „Schöpfung“.

Die drei Solo-Partien hatten Myriam Mayer (Sopran), Kai Kluge (Tenor) und Jens Paulus (Bass) übernommen.

Was von den Stuttgarter Nachrichten als „Haydns Schöpfung mit Jugend-Wind“ angekündigt wurde, überzeugte auch die Zuhörer: Mitreißende Lobgesänge, hervorragende Solisten und virtuose Orchesterklänge zeigten das Können von Dirigenten, Solisten, Chor und Orchester.

Die beiden Ensembles hatten sich in nur zwei Probenwochenenden auf die beiden Konzerte vorbereitet. Neben zahlreichen Probenstunden standen auch Andachten, Gottesdienste, eine Werkeinführung und eine Präsentation zum Thema Schöpfungsverantwortung auf den Probenplänen.

Die nächsten Konzerte des Jungen Chores finden im Advent in München und Ingolstadt statt, die Junge Philharmonie konzertiert wieder im Januar 2018, dann mit Musik von Edvard Grieg, Richard Strauss und Norbert Burgmüller in Heidenheim und Schwäbisch Hall.

 

Fotos: Thomas Heckmann

Haydns „Schöpfung“ in Ulm und Stuttgart

schoepfungFür zwei Aufführungen von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ kommen der Junge Chor und die Junge Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland Ende Juli nach Ulm und Stuttgart.

„Stimmt an die Saiten, ergreift die Leier“ – Haydn vertont in seinem Oratorium die Begeisterung über die Perfektion der göttlichen Schöpfung. Dabei nutzt er alle kompositorischen Möglichkeiten seiner Zeit zur Beschreibung der Schöpfungsgeschichte: Es wird Licht, Tiger springen und Löwen brüllen – bis endlich „vollendet ist das große Werk“.

Für die beiden Konzerte von Haydns „Schöpfung“ kooperieren der Junge Chor und die Junge Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland zum ersten Mal seit der Gründung der beiden Ensembles.

Leitung: Daniel Joos (Samstag), Melanie Zimmer (Sonntag)

Sopran: Myriam Mayer
Tenor: Kai Kluge
Bass: Jens Paulus

Samstag, 29. Juli 2017, 19:00 Uhr
Pauluskirche Ulm
Frauenstraße 110 · Ulm

Sonntag, 30. Juli 2017, 17:00 Uhr
Neuapostolische Kirche Stuttgart-Süd
Immenhofer Straße 62 · Stuttgart

Der Eintritt ist frei.

Lust auf Haydns „Schöpfung“?

Du bist jung, kannst singen und hast Lust auf drei Wochenenden mit großem Chor (davon eines in Ochsenhausen!), der Jungen Philharmonie der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland und Haydns „Schöpfung“?

Dann melde dich an für das Sommerprojekt des Jungen Chores!

Gesucht werden Altistinnen, Tenöre und Bässe zwischen 15 und 35 Jahren, die Chorerfahrung und Lust am Musizieren auf hohem Niveau haben.

Hier gibt es alle Infos und den Link zur Anmeldung.

Zweimal Mendelssohns „Elias“ aufgeführt

Die Geschichte des Propheten Elias stand im Mittelpunkt des diesjährigen Herbstprojekts des Jungen Chores der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Gemeinsam mit dem Kammerorchester Stuttgart der Neuapostolischen Kirche musizierten die über 80 Sängerinnen und Sänger des Jungen Chores unter Leitung von Frank Ellinger am 22. Oktober in der Evangelischen Stadtkirche Bad Wimpfen sowie am Folgetag in der Neuapostolischen Kirche Stuttgart-Süd vor jeweils voll besetztem Haus.

Der Chor umriss eindrucksvoll den musikalischen Spannungsbogen: vom „stillen sanften Säuseln“ des sich nahenden Herrn über die fanatische Götzenanrufung („Baal erhöre uns“) bis hin zum apokalyptischen Fortissimo gegen Elias: „Tötet ihn!“

Das Kammerorchester Stuttgart setzte die bereits in der Ouvertüre klanglich aufwachsende Dürre dramatisch um und begleitete sowohl Chor als auch Solisten mitreißend und pointiert.

Johannes Mooser, der kurzfristig für den erkrankten Christoph Schweizer eingesprungen war, stellte einen kraftvollen Elias dar, der den Fluch über das götzenanbetende Volk des Nordreichs Israel verkündete, ein totes Kind zum Leben erweckte, sich heftig mit den Baalspriestern um den wahren Gott stritt und schließlich im feurigen Wagen gen Himmel fuhr. Die weiteren Arien und Rezitative der solistisch vertonten Figuren wurden ausdrucksstark von Alies Mack (Sopran), der Altistin Ann-Juliette Schindewolf, Jo Holzwarth (Tenor) und dem Knabensopran Niklas Gebert präsentiert.

Die beiden Ensembles hatten sich in drei Probenwochenenden in Tübingen und Stuttgart auf die Konzerte vorbereitet. Dabei stand neben der Musik auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Werk im Vordergrund.

Das Publikum in Bad Wimpfen und Stuttgart lohnte den Musikern den mehr als zweitstündigen fulminanten Auftritt mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen.

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Mendelssohns Oratorium „Elias“ in Bad Wimpfen und Stuttgart

2016_2_plakat-webDie Geschichte des Propheten Elias steckt voller Dramatik: Ein grausamer Fluch, eine wundersame Totenerweckung, die Gotteserscheinung und schließlich Elias’ Himmelfahrt, In Mendelssohns Oratorium wechseln sich opernhafte Chorszenen mit lyrischen Chören und liedhaften Arien ab.

Der „Elias“ – eines der beliebtesten Werke geistlicher Musik – ist ein Höhepunkt in der bisherigen Zusammenarbeit des Jungen Chores mit dem Kammerorchester Stuttgart.

Leitung: Frank Ellinger

Elias: Christoph Schweizer
Sopran: Alies Mack
Alt: Ann Juliette Schindewolf
Tenor: Jo Holzwarth

Samstag, 22. Oktober 2016, 19:00 Uhr
Evangelische Stadtkirche Bad Wimpfen
Kirchplatz · Bad Wimpfen

Sonntag, 23. Oktober 2016, 17:00 Uhr
Neuapostolische Kirche Stuttgart-Süd
Immenhofer Straße 62 · Stuttgart

Der Eintritt ist frei.